Aktuelle Betrugsfälle in der Türkei
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Wenn's um Geld geht...
(© dpa/pa)
Nach Informationen der Deutschen Botschaft in Ankara ist es in der Vergangenheit vermehrt zu Betrugsfällen gegenüber deutschen Urlaubern in der Türkei gekommen. Hierbei verfolgen die Betrüger zwei unterschiedliche Strategien :
Zum einen werden Deutsche, die während ihres Urlaubs in der Türkei bei Werksbesichtigungen oder sonstigen Gelegenheiten Schmuck, Teppiche und sonstige Gegenstände erworben haben, nach ihrer Rückkehr in das Bundesgebiet von vermeintlichen türkischen Zoll-, Steuerbeamten sowie Mitarbeitern der verkaufenden Unternehmen telefonisch kontaktiert. Hierbei wird ihnen vorgetäuscht, dass beim Kauf der jeweiligen Gegenstände eine Steuer nicht bezahlt worden sei, die nunmehr von den türkischen Steuerbehörden nachgefordert werde. Um mutmäßliche Schwierigkeiten mit den deutschen und türkischen Behörden zu vermeiden, werden die Urlauber sodann aufgefordert den fälligen, zumeist vierstelligen, Euro-Betrag, über einen Western Union Transfer in die Türkei zu überweisen. Gleichzeitig wird den Betroffenen in den meisten Fällen zugesichert, dass ihnen die nachgezahlte Steuer sowie die Transaktionskosten anschließend von den verkaufenden Unternehmen zurückerstattet werden, was dann in der Folge unterbeleibt.
Die gleiche Strategie wird mit dem in Aussicht-Stellen etwaiger Lotteriegewinne verfolgt. Hierbei werden deutsche Urlauber ebenfalss nach ihrer Rückkehr aus der Türkei telefonisch kontaktiert. Dabei wird ihnen ein Lotteriegewinn versprochen, den sie auf ihrer Reise gewonnen hätten. Um diesen Gewinn abzurufen sei es allerdings erforderlich, dass eine bestimmte Gebühr über Western Union in die Türkei überwiesen werde. Nach der erfolgten Überweisung wird der versprochene Gewinn nicht ausgezahlt.
Die Botschaft empfiehlt, in den Fällen, in denen es zu derartigen Zahlungsaufforderungen in die Türkei kommt, diese zu unterlassen und sich an die zuständigen Plozeidienststellen oder Rechtsanwälte in Deutschland zu wenden.